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Theodor Strübin - Ausgräber der Villa Munzach und Multitalent

     
Theodor Strübin, von 1929 bis 1968 als Lehrer und Berufsberater tätig, war äusserst vielseitig interessiert. Als begeisterter Heimat- und Altertumsforscher gründete er nach der Entdeckung des römischen Gutshofes von Munzach die Munzachgesellschaft und den Baselbieter Heimatschutz.
 
Strübin war zeitlebens ein passionierter Fotograf und schrieb Gedichte (Ansicht seiner zwei Bände), die heute noch im Buchhandel erhältlich sind.
 
Er hielt zu verschiedensten Themen gegen 1200 Lichtbildvorträge, in denen er auf seine reiche Fotosammlung zurückgriff, und begeisterte die Menschen für die Kulturgeschichte - vor allem für die Römer. 
 
 

Der Fotograf Theodor Strübin

Schon als junger Mann fotografierte Theodor Strübin und diesem Hobby, das er als "Fotomanie" bezeichnete, blieb er sein Leben lang treu. Laut Barbara Rebmann, Dokumentalistin des Fundstellenarchivs der Archäologie Baselland und Betreuerin der umfangreichen Foto- und Diasammlungen des Museum.BL, gibt es kaum ein Thema, das er nicht mit der Kamera festgehalten hat. Dazu gehören z.B. Brauchtum, das Alltagsleben der Kinder und Erwachsenen in der Stadt und das der Bauern sowie herausragende Ereignisse. Aber auch im Freundeskreis fotografierte er und hinterlässt uns dadurch wichtige und unverfälschte, d.h. nicht kunstvoll arrangierte, Zeitdokumente.   

 
 
eine Auswahl beschrifteter Farbdias von Theodor Strübin

Th. Strübin war einer der ersten, der die Farbfotografie nutzte. Hier eine kleine Auswahl seiner beschrifteten Dias zu verschiedensten Themen. Archive, Archäologie und Museum Baselland, Liestal.

 
Der "rasende Reporter" liebte auch die Natur und engagierte sich als Umweltschützer, indem er mit seinen Schülern "Waldputzete" durchführte und Bäume pflanzte. Er war begeisterter Bergsteiger und SAC-Mitglied, unterrichtete im Militär als Ski-Instruktor im Hochgebirge, war Übermittlungsoffizier eines Brieftaubenzuges und im Aktivdienst offizieller Bildreporter des Territorialkommandos Kreis 4. 
 
Nebst Bilderserien und Experimenten mit der Kamera - Strübin interessierte sich sehr für die Technik - sind stimmungs- und teilweise kunstvolle Fotos erhalten.
 
Es erstaunt nicht, dass sein fotografisches Oeuvre von hochgerechnet 25'000 Bildträgern (Dias, Negative, Papierbilder) zunehmends zu einer wahren Schatztruhe wird, die so manche Trouvaille enthält, auf die für verschiedenste Zwecke zurückgegriffen wird - seit Kurzem sind bei KEYSTONE ca. 500 Fotos abrufbar.
Weitere Infos zur Fotosammlung Strübin  
     

Buchtipp

   
Barbara Rebmann begann 1995 mit der Sichtung und Archivierung des archäologischen und volkskundli­chen Teils des Nachlasses von Theodor Strübin.
 
Im Jahr 1996 war sie Initiantin der Ausstellung „Zeitbilder – Das Fotoarchiv des Theodor Strübin“ und im Jahr 2000 Herausgeberin des gleichnamigen Buches (Neuauflage 2004), das im Buchhandel bezogen werden kann.
     
     

Der Dichter Theodor Strübin

Theodor Strübin war mit vielen Baselbieter Künstlern seiner Zeit befreundet. Zu diesen gehörte u.a. der Oltinger Mundartdichter Josef Reinhart, der Strübin zum Dichten angeregt haben dürfte.
  
Zwei Gedichtbände von Theodor Strübin sind heute noch im Buchhandel erhältlich: 
     
Chnoschpen und Chym von Theodor Strübin (Heft 1)

 

 

 

Chnoschpen und Chym
vom Theodor Strübin
Värs im Lieschtler Alemannisch
und Schriftdeutsch
gschriibe vo 1950 bis 1960
Heft 1
 Chnoschpen und Chym von Theodor Strübin (Heft 2)
 
 
 
 
Chnoschpen und Chym
vom Theodor Strübin sel.
Värs und Gschichte im Lieschtler Alemannisch
und uf Schriftdütsch
Heft 2 
 
 
 

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